Wenn der Akku hält und die Pixel sich prügeln, dann entsteht wieder ultimatives
Handykino. Doch nach dem letzten LongIsland poppt im Hirn wieder das Bewusstsein auf,
dass man sich mit der bevorstehenden Vordiplomsprüfung befassen sollte…
Lest zwischen den Punkten.
die punkte, die die welt bedeuten
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Das Nachricht kam wie üblich 2 Tage vor Festivalstart: Chrigu spielt in Shanghai! Schnell umbuchen, in Bangkok ein Visum ergattern (erkaufen ist wohl besser ausgedrückt) und ab ins bevölkerungsreichste Land unter der Sonne.
Das Festival rühmt sich als eines der A-Festivals, wird aber diesem Ruf nicht immer gerecht: Unser Film ist unter dem Land “Christian Ziörjen” direkt nach China, aber noch vor Columbia aufgeführt! Nach einem Sondereffort des Kinobetreibers (der unser Poster neben Pirates of the Caribbean 3 aufmacht) wird aber unsere Vorführung doch zum Erfolg, der Applaus ist lauter und das Publikum leiser als in anderen Filmen.
Neben der atemberaubenden Skyline bei dekadentem Mojito und Nüssli mussten wir natürlich den vielen Clubs einen Besuch abstatten. Die meisten entpuppten sich als europäische Schickeria-Venues, wo auf 5 Quadratmetern 10 Sprachen zu hören waren, keine davon aber asiatisch klang. Henu, dachten wir und tackelten bonbon, babyface, attica, zapatas und wie sie alle hiessen nacheinander ab.
Glücklich war, wer nach einer intensiven Nacht noch unsere Hoteladresse fand, andererseits kam es schon mal vor, dass einem die Reichspolizei persönlich von der Parkbank aufscheuchte…
An den Morgen danach sahen die gebeutelten Protagonisten dann halt ein wenig müde drein. Der strengste Blick von Mao himself half da wenig.

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Thomas, 25. Juni 2007 11:14

Auf Shanghai hab ich mich ganz besonders gefreut. Eine gewisse Festivalmüdigkeit hat sich ja schon eingestellt, aber für einen Besuch in dieser Stadt nimmt man gerne auch einen 16h Flug hin. Am Start sind Jan, Sam (direkt aus Bangkok), Severin (der gerade in Shanghai studiert) und ich. Shanghai hat alle meine Erwartungen übertroffen. Hier schiessen die Wolkenkratzer nur so aus dem Boden. Es gibt tausend Chancen und Möglichkeiten. Hier ist die rasannte Entwicklung Chinas an jeder Ecke zu spüren. Es gibt grosse Gewinner, aber auch Verlierer. Jan lästert gerne über die Kommunistenführer, welche über Nacht alle ihre Prinzipien vergessen hätten. Trotzdem ist es beeindruckend, wie es ein Regime schafft eine so starke Wirtschaftsentwicklung zuzulassen und dabei trotzdem an der Macht zu bleiben. Auf unseren nächtlichen Streifzügen durch die Clubs (Severin knows them all) treffen wir viele Chinesen, welche extrem reich, extrem selbstbewusst und extrem gut aussehend sind.
Das Festivalprogramm ist umfangreich und unübersichtlich. Alle sind etwas überfordert. Deutschland ist mit einem speziellen Fokus sehr gut vertreten und in der Jury sitzt Michael Ballhaus, mit dem ich im April in Berlin einen Kurzfilm produzieren konnte. Das Festival selbst bietet für Produzenten spannende Sessions zum Thema Coproduktion mit China. Ich würde sofort in China einen Film produzieren, merke aber auch, dass die Sprachbarriere hier besonders hoch ist. Vor allem die Generationen aus der Zeit der Kulturrevolution können so gut wie kein Englisch. Selbst zum Taxifahren muss man sich vorher alles in chinesischen Zeichen aufschreiben lassen. Downtown werden wir zwar oft angesprochen: Watches, T-Shirts, DVDs? Und dann: Massage? Girls? Very beautiful! Wir halten uns an professionelle Fussmassage (mir tun danach zwar immer die Füsse weh) und empfehlen den Händlern sich lieber selbst gut um ihre Girls zu kümmern.
Am letzten Tag geniessen wir den Ausblick über die Skyline vom roten Teppich. Das Festival hat für die Closing ceremony an nichts gespart. Wir freuen uns über die Anwesenheit von Jackie Chan. Nach einem Besuch bei der Shanghai Film Group am nächsten Tag erwischen wir dann noch den letzten Transrapid (der hier Maglev heisst) und rauschen mit 300 km/h zum Flughafen.
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Der blökende Reschissör: Wieder mal Nachtschicht an der Zennetistr. - Da wir in 2 Wochen auf einem Festival in Shanghai, China laufen ist bei uns die Hölle los. Verzweifelt versuchen wir in möglichst bester Qualität den Film auf echtes Filmmaterial zu transferieren. Die Zeit ist knapp, die Energie bei mir angeschlagen, gern hätte ich mal wieder eine Pause. Der Computer dreht ab, die Harddisks sind voll und unsere Programme überraschen uns mit immer neuen Fehlermeldungen. Thomas behält aber ruhig Blut und verflucht nur ab und zu mal seinen elektronischen Freund. Drückt uns die Daumen, dass wir es schaffen!
thomas und das schnitt-grading-hd-studio KAFKA (hat alles Platz in 4qm)
thomasanderarbeit.mov
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