Jan, 23. Januar 2007 13:23
Als der Anmeldeschluss des Solothurner Filmfestivals nahte, hatte ich gerade zu schneiden begonnen, deswegen hatten wir dieses Festival schon erstmal abgeschrieben. ÿber einige Umwege erfuhr der Festivaldirektor dann doch noch von unserem Film und bat um eine Arbeitskopie. Die reichte ihm um den Film ins Programm aufzunehmen. Grossen Dank!
Für Christian und mich war es immer ein grosses Ziel, mal in Solothurn zu laufen. Letztes Jahr war er dort auch präsent mit dem VideoClip “Burebuebe” der Mundartisten. Für mich war es das erste Mal.
Wir waren alle sehr aufgeregt und Baba und seine Jungs hatten die ganze Stadt mit Chrigupostern beklebt, noch in den Tagen vorher hatten wir den Film fertiggestellt und wir waren alle völlig übermüdet und fertig. Die Spannung war gross, das Kino war viel zu klein für alle Freunde, die Christian hatte. Als ich zur Vorstellung lief, kamen mir lauter bekannte Gesichter entgegen, die keine Tickets mehr gekriegt hatten. Ich konnte den Film nicht wirklich geniessen, doch ich genoss die Stimmung im Raum, die Spannung, die Trauer und die Tatsache, dass Christians ganze Familie da war. Die Diskussion danach moderierte Küde Meier mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl.
Wir freuten uns alle gemeinsam über die gelungene Premiere und für Christians Angehörige und mich ging mit dieser Vorstellung eine lange Zeit gemeinsamer Beratungen zu Ende - wir konnten uns glücklich in die Arme schliessen.
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Sam, 12. Januar 2007 01:49
Zwei wochen vor den Solothurner Filmtagen kam das Ultimatum: Website für CHRIGU in einer Woche.
Wenn der Knecht der Web-Pixel in Bangkok sitzt und keinen eigenen Internet-Zugang hat, ist dies doch so etwas wie eine Herausforderung. Nach nächtelangem Hin-und Herrennen zum 24h Internet-Cafe und fetter Unterstützung von Jonas ist die Seite aber doch gut gestartet. Ich hoffe, euch gefällts!
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Jan, 10. Januar 2007 06:35
Es herrscht eine riesige Emsigkeit in meiner Wohnung, Eric, Thomas, Jönu, Adi und ich haben uns unser improvisiertes Studio eingerichtet. Jönu kümmert sich um Grafiken und Design, Adi schraubt an den Farben und am Look des Films, Eric und Sam (der immer noch in Bangkok ist und gerade die Homepage designt) arbeiten an der englischen ÿbersetzung der Untertitel, ich bin an allen Fronten, und verbringe auch viel Zeit bei Orange Sound, die gleichzeitig noch den Film mischen. Wir stehen unter Zeitdruck und alle kommen an ihre Grenzen, mein heissgeliebter G5 arbeitet Tag und Nacht und auch mein Nachbar Thorsten kriegt nächtliche Besuche von uns, wir brauchen seinen G5 um den ganzen Film rechnen zu können. Das Colorgradingprogramm “FinalTouch” bietet uns zwar viele Möglichkeiten hat aber tausende von Fehlern und Kinderkrankheiten, die Adrian ÿschbacher das Leben schwer machen. Bei soviel Arbeit vergisst man schon ganz gerne das Essen und Schlafen.
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Jan, 8. Januar 2007 18:34

Vor zwei Tagen noch mit Sam am Strand…und dann,
Das Flugzeug war gerade in München gelandet, wir rollten noch - mein Handy piepst - Chrigu ist an der Berlinale!
Was für eine surreale Situation - Wir an der Berlinale. Glücksgefühl und Druck fliegen gleichzeitig auf mich zu. Ich freue mich darüber, dass wir es doch noch zusammen geschafft haben, auch wenn Christian diesen Erfolg nicht mehr selber erleben kann.
Der Druck: Das ist einfach zu krass, I’m not ready for the big biz!
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